Ölwissen

 

Was bedeutet Natives Olivenöl Extra?

Natives Olivenöl Extra, auch Olio Extravergine d'Oliva genannt, wird ausschließlich durch mechanische oder physikalische Prozesse gewonnen und nicht einer chemischen Raffination unterzogen, wie etwa beim Olio d'Oliva. Die Qualität von Olivenölen ist in Güteklassen eingestuft. Natives Olivenöl Extra bezeichnet die höchste Güteklasse. 

 

Woran erkennt man gutes Olivenöl?

Es gibt viele Faktoren, die ein gutes Olivenöl ausmachen - von den Ernteverfahren bis hin zur eigentlichen Produktion. Generell kann man als Verbraucher auf drei Faktoren achten: Geschmack/Geruch, Kennzeichnung und Preis.

Geschmack und Geruch - Ein gutes Olivenöl sollte fruchtig, bitter und scharf sein. Diese drei Eigenschaften stehen in der EG Verordnung 640/2008 zum Geschmackstest von Olivenöl unter Positive Attribute.

  • Fruchtig - gibt an, ob ein Olivenöl aus grünen oder reifen Oliven gewonnen wurde. Unser Zagarella Olio wird aus grünen, unreifen Oliven gewonnen, welchen man eine besonders gesunde Wirkung nachsagt.

  • Bitter - gibt an, ob ein Olivenöl aus entweder grünen, sich in der Reifung befindlichen oder reifen Oliven gewonnen wurde. Öle, die aus grünen Oliven gewonnen werden, weisen mehr Aromen auf, als Öle aus reifen Oliven.   

  • Scharf - gibt an, ob ein Olivenöl hauptsächlich aus grünen Oliven gewonnen wurde. Ein gutes Olivenöl brennt im Nachgang leicht im Hals.

Kennzeichnung – Olivenöle höchster Güteklasse tragen die Aufschrift Olivenöl Nativ Extra (Olio Extravergine d'Oliva). Diesen Zusatz dürfen nur Olivenöle nutzen, die nach EU Richtlinien hergestellt wurden, Verordnung (EG) Nr. 1234/2007. Zusätze wie Kaltgepresst oder Erste Pressung sind dabei nichts Besonderes, da jedes Olivenöl, das die Aufschrift Nativ Extra trägt, automatisch kalt gewonnen wurden (gepresst oder extrahiert).

Preis - lies hierzu unsere Kategorie "Was kostet ein gutes Olivenöl?"

 

Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Wird Olivenöl richtig gelagert, ist es problemlos bis zu 24 Monate und länger haltbar. Olivenöl kann bedenkenlos über das angegebene Verfallsdatum hinaus, ohne Gesundheitsrisiken, verzerrt werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum dient vielmehr als Garantie für uns Hersteller und ist mit maximal 18 Monaten nach der Abfüllung - nicht nach der Produktion - bestimmt. Ob ein Olivenöl nicht mehr genießbar ist, merkst du schnell am ranzigen Geruch.

 

Wie wird Olivenöl richtig gelagert?

Durch unsere dunklen Flaschen und das große Etikett, wird bereits der erste wichtige Punkt erfüllt, um Olivenöl lange haltbar zu machen - der Schutz vor Licht. Es muss nur noch gut verschlossen, kühl und trocken gelagert werden.

 

Optimal sind Temperaturen von 14°C bis 18°C, maximal bei Zimmertemperatur von bis zu 25°C. Also besser nicht in direkter Nähe von Hitzequellen wie dem Herd oder Ofen. Die Lagerung im Kühlschrank ist nicht zu empfehlen, da das Öl durch die niedrige Temperatur stockt - dadurch ist es nicht sofort einsatzbereit. Die richtige Lagerung kann die Haltbarkeit deines Olivenöls um viele Monate verlängern.

 

Kaltgepresst vs. Kaltextrahiert

Die europäische Verordnung (EG) Nr. 1019/2002 für Vergine- Extravergine-Öle definiert Kaltpressung wie folgt: Öle die durch die erste Pressung der Olivenmasse bei höchstens 27°C mit einem traditionellen mechanischem System gewonnen werden. Die Oliven werden mit Mühlsteinen gemahlen und mittels einer hydraulischen Presse extrahiert. Durch den hohen Druck, den die Presse auf die Olivenpaste ausübt, werden Olivenöl und Wasser aus der Masse herausgepresst. Allgemein gilt die Kaltpressung zwar als das traditionellere Verfahren, jedoch bringt sie Einbußen bei der Qualität mit sich. Das Olivenöl ist länger mit dem Fruchtwasser in Kontakt, wodurch viele Aromen verloren gehen.

 

Die Kaltpressung hat entscheidende Nachteile gegenüber der moderneren Kaltextraktion. Bei der Kaltextraktion wird das Olivenöl bei höchstens 27°C, durch Zentrifugieren in einem geschlossenen Zyklus, gewonnen. Dafür wird die Olivenpaste zunächst in eine Zentrifuge gepumpt und dort so schnell geschleudert, dass Wasser und Olivenöl aus der Masse extrahiert (herausgezogen) werden. Fruchtwasser und gewonnenes Öl werden unmittelbar voneinander getrennt. Dieses schonende Verfahren kommt unserem Zagarella Olio zu Gute. Die Extraktion schützt das Olivenöl stärker vor Oxidation und die Aromen bleiben erhalten.

 

Ist Olivenöl zum Braten geeignet?

Es hält sich das hartnäckige Gerücht, dass Olivenöl nicht zum Braten geeignet sei. Jedoch zählt Olivenöl zu den wenigen Fetten mit einem hohen Rauchpunkt (190°C-200°C). In Italien wird daher fast ausschließlich mit Olivenöl gebraten. Das kann nicht täuschen.

 

Wie viele Oliven ergeben 1l Olivenöl?

Für einen Liter Öl werden etwa 8-10 kg Oliven benötigt. Im Durchschnitt werden von einem Olivenbaum ca. 50-70 kg Oliven geerntet. Das heißt ein einziger Baum produziert pro Jahr etwa sechs bis neun Liter Öl.

 

Was kostet ein gutes Olivenöl?

Ein gutes Olivenöl kann nicht nur 5 Euro pro Liter kosten. Bei fairem Anbau kommen neben der Bewirtschaftung, Herstellung und den Erntehelfern die Kosten für Logistik, Lagerung, Abfüllung und Packaging hinzu. Ein gutes Olivenöl kostet demnach - je nach Verpackungsgröße - zwischen 15 EUR und 30 EUR pro Liter. Dennoch gilt, ein gutes Olivenöl ist nicht nur am Preis auszumachen - Lies hierzu auch unsere Kategorie "Woran erkennt man gutes Olivenöl?"

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